Mein Sonntag ...

Ein richtig üppiges Sonntagsessen. Entenbrust, Rosenkohl, ein paar Freunde… Das war unser Plan. Nun ja, wir sind grandios gescheitert. Zuallererst haben wir verschlafen. Weil überhaupt gar kein Sonnenstrahl uns zum Aufwachen überredete. Stattdessen: eine fiese Kälte, die durch den Fensterspalt kroch und mit in unser Bett wollte. Haben uns natürlich verteidigt, Decke über das Kinn, über die Nase, über die Ohren. Wohlige Wärme. Der dürre Ton des Radioweckers blieb unerhört. Viertel nach zehn dann. Für die Kirche zu spät. Dort spontan ein paar Freunde einladen: Fehlanzeige. Na ja, Sonntag im Bett ist ja auch schön, dachten wir uns. Und ein schönes Essen zu zweit, super. In der Küche dann große Augen. „Wie jetzt, ich dachte DU hast die Entenbrust eingekauft!“ – „Aber hast du nicht meine SMS gelesen?“ Rrrrrrh! Keine Entenbrust. Und der Rosenkohl, total verschrumpelt. Also Restepfanne à la Montag. Minirosenkohlbällchen, Sprotten, Kartoffeln, eine letzte Möhre, Linsen, Curry, Joghurt drüber, ein Schluck Rotwein. Die Küche duftete. Die Sonntagspfanne: na ja, eigentlich vorzüglich. Und dann klingelte unsere Nachbarin, Frau Alan. Hatte wie so oft was von ihrem türkischen Kuchen übrig und strahlte uns an: „Schöne Sonntag!“

Matthias Lemme

MLemme(at)anderezeiten.de

Der Sonntag ist grau. Ich geh nicht raus. Im Park hat sich ein See gebildet und meine Winterstiefel haben sich aufgelöst.

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Fast wäre es schief gegangen. Noch vor dem Frühstück das Notebook hochgefahren, einen Blick auf die Mails und Neuigkeiten geworfen.

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Klar war gestern Valentinstag. Aber vor allem doch: Karnevalssonntag. Große Sause vor der Fastenzeit auch bei uns in Hamburg-Altona…

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Die Farben haben sich am letzten Dienstagnachmittag mit der Sonne verabschiedet. Stadt und Dorf hüllen sich seither in mattes Grau…

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Es gibt so ein Öl, das habe ich gekauft wegen der Verpackung, denn die ist rot, leuchtendrot, und das hilft gegen Winterdepressionen.

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