Mein Sonntag ...

Augenblick1

Heute das „Entweder-Oder-Spiel“ gespielt. Das ist das beste. Man braucht: eine Frage. Mehr nicht. Die denkt man sich aus. Vanille oder Schokolade? Tulpen oder Rosen? Einsame Insel oder Alm auf der Alp? Einer fragt, die andere entscheidet sich. Und umgekehrt. Sowohl-als-auch gilt nicht. Würdest du eher nie mehr reisen oder nie mehr kochen? Lieber Profifußballerin oder lieber Bundeskanzler sein? Phantasie ist alles. Jede Frage ist erlaubt. Auch die moralisch, politisch, zwischenmenschlich unkorrekte. Wenn du wählen müsstest – würdest du lieber hören oder sehen können? Lieber nach deinem Tod erkennen, dass es gar keinen Gott gibt oder viele Götter? Fändest du es schöner, wenn es Engel oder Elfen gäbe? Schwarz oder weiß, Kopf oder Zahl. „Entweder-Oder“ vereinfacht die Welt, aber weitet den Kopf. Aber… keine weiteren Bedründungen. Ein Spiel muss man spielen! „Entweder-Oder“ geht auch montags. Im Bus, beim Friseur, in der Mittagspause. Frage statt Butterstulle. Mjam.

Susanne Niemeyer

SNiemeyer(at)anderezeiten.de