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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 09:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Menschen am Sonntag „The Artist“ – dieser neue Stummfilm hat sich von einem belächelten Außenseiter zu einem ernsthaften Oscar-Anwärter entwickelt. Ich werde ihn mir natürlich ansehen, wenngleich ich mir nicht sicher bin, was an der Schwärmerei der Kritiker („So nah wird ein modernes Publikum dem Erleben eines ‚echten‘ Stummfilms nie mehr kommen“, Frankfurter Rundschau) wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen am Sonntag</p>
<p>„The Artist“ – dieser neue Stummfilm hat sich von einem belächelten Außenseiter zu einem ernsthaften Oscar-Anwärter entwickelt. Ich werde ihn mir natürlich ansehen, wenngleich ich mir nicht sicher bin, was an der Schwärmerei der Kritiker („So nah wird ein modernes Publikum dem Erleben eines ‚echten‘ Stummfilms nie mehr kommen“, Frankfurter Rundschau) wirklich dran ist. Denn auch ein modernes Publikum könnte sich ja an jedem beliebigen klassischen Stummfilm erfreuen – so wie ich mich gerade an dem Film „Menschen am Sonntag“. Er ist einer der letzten und zugleich einer der schönsten Filme, die vor dem Aufkommen des Tonfilms in die Kinos kamen. Der von jungen Filmamateuren &#8211; unter ihnen der spätere Regie-Star Billie Wilder &#8211; gedrehte Film beschreibt schlicht einen Sonntag im Berlin des Jahres 1930. Die Kamera begleitet fast dokumentarisch vier junge Menschen: den Taxifahrer Erwin, die Plattenverkäuferin Brigitte, die Filmkomparsin Annie und den Weinverkäufer Wolfgang. Sie lernen sich mehr oder weniger zufällig kennen, verabreden sich am Wannsee und verbringen einen herrlichen, faulen Tag am Strand. Baden, Fotografieren, Musik hören (vom Koffergrammophon!), Tretboot fahren. Die Handlung ist eigentlich unspektakulär: Wolfgang verliebt sich in Annie, die aber nichts von ihm wissen will, dafür ist dann Brigitte an Wolfgang interessiert. Erwin hat eigentlich eine Freundin, die aber nicht mitgekommen ist, sondern den lieben, langen Sonntag im Bett verbringt. Eifersüchteleien, Neckereien. Was den Film so faszinierend macht, ist die Natürlichkeit der Darsteller, die genaue, doch unaufdringliche Kamera. Man taucht wirklich ein in das Leben jener Zeit und hat am Ende den Eindruck, man verabschiede sich von alten Freunden. Oder wie es in einer zeitgenössischen Kritik heißt: „Ein Sommertag. Ein Frei-Tag. Ist das Berlin? Die Jugend Berlins? Unbedingt zuzugeben, daß der Film der Wirklichkeit ungeheuer nahekommt!“<br />
Am Ende stehen einige Bilder vom Montagmorgen: Die Stadt erwacht zu neuer Betriebsamkeit. Menschen drängen sich vor den Fabriken und den Geschäften. Acht Zwischentitel werden eingeblendet: „Und dann am Montag &#8211; wieder Arbeit – wieder Alltag – wieder Woche &#8211; 4 Millionen &#8211; warten &#8211; auf den nächsten – Sonntag.“ Denn auch das ist der Film in jedem Fall: Ein beeindruckendes Dokument von der Leichtigkeit des Sonntags. Ganz zeitlos. </p>
<p><em>Thomas Kärst</em></p>
<p>Foto: „Menschen am Sonntag“ &#8211; Screenshot</p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 15:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wochentage hat mein kleiner Sohn noch nicht so richtig im Griff. Er weiß nicht, ob Montag, Donnerstag oder Sonntag ist – für ihn gibt es eigentlich nur die Unterscheidung zwischen „Kindergarten“ oder „frei“. Den Sonntag erkennt er trotzdem – und zwar spätestens dann, wenn er zum Mittagessen gerufen wird. Sobald er das Geschirr auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wochentage hat mein kleiner Sohn noch nicht so richtig im Griff. Er weiß nicht, ob Montag, Donnerstag oder Sonntag ist – für ihn gibt es eigentlich nur die Unterscheidung zwischen „Kindergarten“ oder „frei“. </p>
<p>Den Sonntag erkennt er trotzdem – und zwar spätestens dann, wenn er zum Mittagessen gerufen wird. Sobald er das Geschirr auf dem Esstisch erblickt, strahlt er über das ganze Gesicht. Und wenn er dann die Deckel der Schüsseln anhebt und kurz hineinlugt, kommt der wöchentliche, freudige Ausruf: „Mama, das ist ja ein Sonntagsessen! Ist heute Sonntag, Mama?“ „Ja, mein Schatz, heute ist Sonntag.“</p>
<p>Bei uns gibt es noch das richtige Sonntagsessen – wie früher. Da wird ein Braten in die Röhre geschoben. Zwei Gemüsesorten kommen auf den Tisch. Statt Kartoffeln drehen wir Klöße oder schaben Spätzle aus selbst gemachtem Teig. Die Krönung aber ist das Geschirr. Selbst, wenn mein Mann und ich frei haben, kommen in der Woche einfach nur die Töpfe auf den Tisch. Sonntags aber holen wir das gute Geschirr aus dem Schrank. Mein Mann hat es von seiner Oma geerbt: Weiße Teller mit Goldrand &#8211; und die Schüsseln haben sogar Deckel!</p>
<p>Sonntags ist Zeit. Zeit, um in Ruhe zu kochen und Zeit, um abzuwaschen, denn das &#8220;gute&#8221; Geschirr kann nicht in den Spüler. Sonntags ist manchmal sogar Zeit, einen Nachtisch zuzubereiten oder einen leckeren Kuchen für den Nachmittag zu backen. Das wird gelegentlich auch mal zum Familienevent. Und wenn die Küche hinterher aussieht wie ein Schlachtfeld, ist das auch nicht schlimm. Sonntags ist Zeit&#8230; sogar zum Aufräumen.</p>
<p><em>Ulrike Berg</em></p>
<p>Foto: markusspiske/photocase.com</p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 18:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Januar ist eine wirklich unschöne Zeit: Der Weihnachtsschmuck ist schon verpackt, der Frühling aber noch weit weg &#8211; und meistens ist es dunkel. Doch an diesem Sonntag war alles anders. Die liebe Sonne lachte freundlich. Die matschigen Wege waren zart überfroren, die Luft klar. Wen hält es da noch zu Hause? Wir waren nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Januar ist eine wirklich unschöne Zeit: Der Weihnachtsschmuck ist schon verpackt, der Frühling aber noch weit weg &#8211; und meistens ist es dunkel. Doch an diesem Sonntag war alles anders. Die liebe Sonne lachte freundlich. Die matschigen Wege waren zart überfroren, die Luft klar. Wen hält es da noch zu Hause? Wir waren nicht die Einzigen, die sich über diesen Lichtblick freuten. Die Affen im Tierpark Neumünster genossen die wärmenden Strahlen hoch in den Bäumen. Die Enten sahen den Vorfrühlingstag pragmatisch und versuchten schon, Entenkinder zu zeugen. Kollege Pinguin hatte sichtbar gute Laune und zeigte den Besuchern seine Schwimmkunst, während sich der blaue Himmel im Wasser spiegelte. Manche Tage sind ein Geschenk. Gott sei Dank, wenn die auf einen Sonntag fallen. </p>
<p>Iris Macke </p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 10:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag, erster Sonntag nach Epiphanias! Wer sich in der ersten Kalenderwoche noch nicht gesehen hatte, holte heute den Neujahrsglückwunsch nach: „Alles Gute zum neuen Jahr“. Da musste ich an meinen alten Religionslehrer denken, der diese Formulierung einst als unerfüllbare Hoffnung, als frommen Wunsch entlarvte. „Alles Gute“ gäbe es hienieden sowieso nicht, hatte er lapidar gemeint. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag, erster Sonntag nach Epiphanias! Wer sich in der ersten Kalenderwoche noch nicht gesehen hatte, holte heute den Neujahrsglückwunsch nach:  „Alles Gute zum neuen Jahr“.</p>
<p>Da musste ich an meinen alten Religionslehrer denken, der diese Formulierung einst als unerfüllbare Hoffnung, als frommen Wunsch entlarvte. „Alles Gute“ gäbe es hienieden sowieso nicht, hatte er lapidar gemeint. </p>
<p>Vielleicht ist es sogar ein ziemlich unfrommer Wunsch, schoss mir durch den Kopf, als mein Blick vom Schreibtisch aus auf eine Holzkugel glitt. Sie liegt auf meiner Fensterbank, mitgebracht von einem Besuch im Moselstädtchen Bernkastel-Kues, aus dem Geburtshaus des Theologen und Universalgelehrten Nikolaus von Kues alias Nicolaus Cusanus. Im Lauf seiner kirchlichen Karriere stieg Cusanus (1401-1464) zum Bischof von Brixen und sogar zum Kardinal auf, erfand aber auch eine Art Boule-Spiel.  </p>
<p>Das hölzerne Rund ist Teil dieses Spiels, stellt aber auch gleichsam das Weltmodell des Cusanus dar: Eine Begleitpublikation deutet die perfekte Form der Kugel als „Abbild des Geheimnisses der Vollkommenheit Gottes, die prägend in alle Erd- und Himmelskreise hinaus wirkt und zugleich alle äußeren Kreise in sich birgt“. Als Symbol der Welt könne sie aber notwendigerweise nicht perfekt sein und müsse also eine „Delle irdischer Unvollkommenheit“ aufweisen. </p>
<p>Wohl wahr! So wenig auf Erden Vollkommenheit zu erreichen ist, so wenig werden wir in dieser Welt „Alles Gute“ erlangen können. Doch hoffnungsfroh darüber hinaus und auf Gottes Herrlichkeit hin gedacht, können wir es uns dennoch wünschen. In diesem Sinne:  Alles Gute!</p>
<p><em>Kai-Uwe Scholz</em></p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 09:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwölf mit der Post Das neue Jahr fängt ja gut an: Der Kalender raubt uns wieder mal einen Feiertag. Der Neujahrstag fällt auf einen Sonntag. Aber immerhin: Dieser Zufall erinnert daran, dass der Sonntag nicht das Ende, sondern einen Anfang markiert. Denn eigentlich, auch wenn das kaum noch jemand weiß, fängt auch die Woche ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwölf mit der Post</p>
<p>Das neue Jahr fängt ja gut an: Der Kalender raubt uns wieder mal einen Feiertag. Der Neujahrstag fällt auf einen Sonntag. Aber immerhin: Dieser Zufall erinnert daran, dass der Sonntag nicht das Ende, sondern einen Anfang markiert. Denn eigentlich, auch wenn das kaum noch jemand weiß, fängt auch die Woche ja am Sonntag an … Nun liegen 366 (Schaltjahr!) frische und unbenutzte Tage vor uns, aufgeteilt in zwölf Monate. Was sie wohl bringen werden? </p>
<p>„Es ist eine seltsam unruhige Zeit, in der wir leben.“ Das schrieb Hans Christian Andersen vor mehr als 170 Jahren in seinem Märchen von den zwölf Monaten. Weil Andersen zu meinen Lieblingsdichtern gehört, sei die Geschichte „Zwölf mit der Post“ hier noch einmal vollständig veröffentlicht:</p>
<p>„Es war eine schneidende Kälte, sternenheller Himmel, kein Lüftchen regte sich. </p>
<p>Bums! Da wurde ein alter Topf an die Haustüre des Nachbars geworfen. Puff, paff! Dort knallte die Büchse; man begrüßte das neue Jahr. Es war Neujahrsnacht! Jetzt schlug die Turmuhr zwölf! </p>
<p>Trateratra! Die Post kam angefahren. Der große Postwagen hielt vor dem Stadttore an. Er brachte zwölf Personen mit, alle Plätze waren besetzt. </p>
<p>„Hurra! Hurra! Hoch!&#8221; sangen die Leute in den Häusern der Stadt, wo die Neujahrsnacht gefeiert wurde und man sich beim zwölften Schlage mit dem gefüllten Glase erhob, um das neue Jahr leben zu lassen. </p>
<p>„Prost Neujahr!&#8221; hieß es, „ein schönes Weib! Viel Geld! Keinen Ärger und Verdruss!&#8221; </p>
<p>Das wünschte man sich gegenseitig, und darauf stieß man mit den Gläsern an, dass es klang und sang &#8211; und vor dem Stadttore hielt der Postwagen mit den fremden Gästen, den zwölf Reisenden. </p>
<p>Und wer waren diese Fremden? Jeder von ihnen führte seinen Reisepass und sein Gepäck bei sich; ja, sie brachten sogar Geschenke für mich und dich und alle Menschen des Städtchens mit. Wer waren sie, was wollten sie, und was brachten sie? </p>
<p>„Guten Morgen!&#8221; riefen sie der Schildwache am Eingange des Stadttores zu. </p>
<p>„Guten Morgen!&#8221; antwortete diese, denn die Uhr hatte ja zwölf geschlagen. </p>
<p>„Ihr Name? Ihr Stand?&#8221; fragte die Schildwache den von ihnen, der zuerst aus dem Wagen stieg. </p>
<p>„Sehen Sie selbst im Passe nach&#8221;, antwortete der Mann. „Ich bin ich!&#8221; Und es war auch ein ganzer Kerl, angetan mit Bärenpelz und Pelzstiefeln. „Ich bin der Mann, in den sehr viele Leute ihre Hoffnung setzen. Komm morgen zu mir; ich gebe dir ein Neujahrsgeschenk! Ich werfe Groschen und Taler unter die Leute, ja ich gebe auch Bälle, volle einunddreißig Bälle, mehr Nächte kann ich aber nicht darauf gehen lassen. Meine Schiffe sind eingefroren, aber in meinem Arbeitsraum ist es warm und gemütlich. Ich bin Kaufmann, heiße Januar und führe nur Rechnungen bei mir.&#8221; </p>
<p>Nun stieg der zweite aus, der war ein Bruder Lustig; er war Schauspieldirektor, Direktor der Maskenbälle und aller Vergnügungen, die man sich nur denken kann. Sein Gepäck bestand aus einer großen Tonne. </p>
<p>„Aus der Tonne&#8221;, sagte er, „wollen wir zur Fastnachtszeit die Katze heraus jagen. Ich werde euch schon Vergnügen bereiten und mir auch; alle Tage lustig! Ich habe nicht gerade lange zu leben; von der ganzen Familie die kürzeste Zeit; ich werde nämlich nur achtundzwanzig Tage alt. Bisweilen schalten sie mir zwar auch noch einen Tag ein &#8211; aber das kümmert mich wenig, hurra!&#8221; </p>
<p>„Sie dürfen nicht so schreien!&#8221; sagte die Schildwache. </p>
<p>„Ei was, freilich darf ich schreien&#8221;, rief der Mann, „ich bin Prinz Karneval und reise unter dem Namen Februarius.&#8221; </p>
<p>Jetzt stieg der dritte aus; er sah wie das leibhaftige Fasten aus, aber er trug die Nase hoch, denn er war verwandt mit den &#8216;vierzig Rittern&#8217; und war Wetterprophet. Allein das ist kein fettes Amt, und deshalb pries er auch das Fasten. In einem Knopfloche trug er auch ein Sträußchen Veilchen, auch diese waren sehr klein. </p>
<p>„März! März!&#8221; rief der vierte ihm nach und schlug ihn auf die Schulter; „riechst du nichts? Geschwind in die Wachstube hinein, dort trinken sie Punsch, deinen Leib- und Labetrunk; ich rieche es schon hier außen. Marsch, Herr Martius!&#8221; &#8211; Aber es war nicht wahr, der wollte ihn nur den Einfluss seines Namens fühlen lassen, ihn in den April schicken; denn damit begann der vierte seinen Lebenslauf in der Stadt. Er sah überhaupt sehr flott aus; arbeiten tat er nur sehr wenig; desto mehr aber machte er Feiertage. „Wenn es nur etwas beständiger in der Welt wäre&#8221;, sagte er; „aber bald ist man gut, bald schlecht gelaunt, je nach Verhältnissen; bald Regen, bald Sonnenschein; ein- und ausziehen! Ich bin auch so eine Art Wohnungsvermietunternehmer, ich kann lachen und weinen, je nach Umständen! Im Koffer hier habe ich Sommergarderobe, aber es würde sehr töricht sein, sie anzuziehen. Hier bin ich nun! Sonntags geh&#8217; ich in Schuhen und weißseidenen Strümpfen und mit Muff spazieren.&#8221; </p>
<p>Nach ihm stieg eine Dame aus dem Wagen. Fräulein Mai nannte sie sich. Sie trug einen Sommermantel und Überschuhe, ein lindenblattartiges Kleid, Anemonen im Haare, und dazu duftete sie dermaßen nach Waldmeister, dass die Schildwache niesen musste. „Zur Gesundheit und Gottes Segen!&#8221; sagte sie, das war ihr Gruß. Wie sie niedlich war! Und Sängerin war sie, nicht Theatersängerin, auch nicht Bänkelsängerin, nein, Sängerin des Waldes; &#8211; den frischen, grünen Wald durchstreifte sie und sang dort zu ihrem eigenen Vergnügen. </p>
<p>„Jetzt kommt die junge Frau!&#8221; riefen die drinnen im Wagen, und aus stieg die junge Frau, fein, stolz und niedlich. Man sah es ihr an, dass sie, Frau Juni, von faulen Siebenschläfern bedient zu werden gewohnt war. Am längsten Tage des Jahres gab sie große Gesellschaft, damit die Gäste Zeit haben möchten, die vielen Gerichte der Tafel zu verzehren. Sie hatte zwar ihren eigenen Wagen; allein sie reiste dennoch mit der Post wie die andern, weil sie zeigen wollte, dass sie nicht hochmütig sei. Aber ohne Begleitung war sie nicht; ihr jüngerer Bruder Julius war bei ihr. </p>
<p>Er war ein wohlgenährter Bursche, sommerlich angekleidet und mit Panamahut. Er führte nur wenig Gepäck bei sich, weil dies bei großer Hitze zu beschwerlich sei; deshalb hatte er sich nur mit einer Schwimmhose versehen, und dies ist nicht viel. </p>
<p>Darauf kam die Mutter selbst, Madame August, Obsthändlerin en gros, Besitzerin einer Menge Fischteiche, sie war dick und heiß, fasste selbst überall an, trug eigenhändig den Arbeitern Bier auf das Feld hinaus. Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen!&#8221; sagte sie, „das steht in der Bibel. Hinterdrein kommen die Spazierfahrten, Tanz und Spiel und die Erntefeste!&#8221; Sie war eine tüchtige Hausfrau. </p>
<p>Nach ihr stieg wieder ein Mann aus der Kutsche, ein Maler, Herr Kolorier Meister September; der musste den Wald bekommen; die Blätter mussten Farbe wechseln, aber wie schön; wenn er es wollte, schillerte der Wald bald in Rot, Gelb oder Braun. Der Meister pfiff wie der schwarze Star, war ein flinker Arbeiter und wand die blaugrüne Hopfenranke um seinen Bierkrug. Das putzte den Krug, und für Ausputz hatte er gerade Sinn. Da stand er nun mit seinem Farbentopfe, der war sein ganzes Gepäck! </p>
<p>Ihm folgte der Gutsbesitzer, der an den Saatmonat, an das Pflügen und Beackern des Bodens, auch an die Jagdvergnügungen dachte; Herr Oktober führte Hund und Büchse mit sich, hatte Nüsse in seiner Jagdtasche &#8211; &#8216;knick, knack!&#8217; Er hatte viel Reise gut bei sich, sogar einen englischen Pflug; er sprach von der Landwirtschaft; aber vor lauter Husten und Stöhnen seines Nachbars vernahm man nicht viel davon.</p>
<p>Der November war es, der so hustete, während er ausstieg. Er war sehr mit Schnupfen behaftet; er putzte sich fortwährend die Nase, und doch, sagte er, müsse er die Dienstmädchen begleiten und sie in ihre neuen Winterdienste einführen; die Erkältung, meinte er, verliere sich schon wieder, wenn er ans Holzmachen ginge, und Holz müsse er sägen und spalten; denn er sei Sägemeister der Holzmacherinnung. </p>
<p>Endlich kam der letzte Reisende zum Vorschein, das alte Mütterchen Dezember mit der Feuerkiepe; die Alte fror, aber ihre Augen strahlten wie zwei helle Sterne. Sie trug einen Blumentopf auf dem Arme, in dem ein kleiner Tannenbaum eingepflanzt war. „Den Baum will ich hegen und pflegen, damit er gedeihe und groß werde bis zum Weihnachtsabend, vom Fußboden bis an die Decke reiche und emporschieße mit flammenden Lichtern, goldenen Äpfeln und ausgeschnittenen Figürchen. Die Feuerkiepe wärmt wie ein Ofen; ich hole das Märchenbuch aus der Tasche und lese laut aus ihm vor, dass alle Kinder im Zimmer still, die Figürchen an dem Baume aber lebendig werden und der kleine Engel von Wachs auf der äußersten Spitze die Flittergoldflügel ausbreitet, her abfliegt vom grünen Sitze und klein und groß im Zimmer küsst, ja, auch die armen Kinder küsst, die draußen auf dem Flure und auf der Straße stehen und das Weihnachtslied von dem Bethlehemsgestirne singen.&#8221; </p>
<p>„So! Jetzt kann die Kutsche abfahren&#8221;, sagte die Schildwache, „wir haben sie alle zwölf. Der Beiwagen mag vorfahren!&#8221; </p>
<p>„Lass doch erst die zwölf zu mir herein!&#8221; sprach der Wachhabende, „einen nach dem andern! Die Pässe behalte ich hier; sie gelten jeder einen Monat; wenn der verstrichen ist, werde ich das Verhalten auf dem Passe bescheinigen. Herr Januar, belieben Sie näher zu treten.&#8221; </p>
<p>Und Herr Januar trat näher. </p>
<p>Wenn ein Jahr verstrichen ist, werde ich dir sagen, was die zwölf uns allen gebracht haben. Jetzt weiß ich es noch nicht, und sie wissen es wohl selbst nicht &#8211; denn es ist eine seltsam unruhige Zeit, in der wir leben.“</p>
<p>Soweit Hans Christian Andersen, der übrigens auf seinen vielen Reisen gen Süden oft selbst die Postkutsche nahm (und dabei auch durch Altona kam). Aber diese Geschichte soll ein anderes Mal erzählt werden.</p>
<p><em>Thomas Kärst</em></p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 10:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Sonntag – ein Schatz, ein Geschenk, Ausnahmetag. Heute allerdings spüre ich kaum, dass Sonntag ist. In dieser Zeit sind Wochentage irgendwie egal. Mehr noch &#8211; man muss sogar laut vor sich hin rechnen, um sich klar zu werden, welcher Tag heute eigentlich ist. Ach ja&#8230; Sonntag! Mancher mag sich ärgern, dass der erste Weihnachtstag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sonntag – ein Schatz, ein Geschenk, Ausnahmetag. Heute allerdings spüre ich kaum, dass Sonntag ist. In dieser Zeit sind Wochentage irgendwie egal. Mehr noch &#8211; man muss sogar laut vor sich hin rechnen, um sich klar zu werden, welcher Tag heute eigentlich ist. Ach ja&#8230; Sonntag! Mancher mag sich ärgern, dass der erste Weihnachtstag auf einen Sonntag fällt. Da haben wir doch sowieso frei… Ich ärgere mich nicht. </p>
<p>Es ist Weihnachten. Christ der Retter ist da! Und mit ihm ist Ruhe in unser Haus eingekehrt. Nichts mehr zu spüren von adventlicher Hektik und wilden Vorbereitungen. Die Kinder spielen jeder für sich ganz in Ruhe mit ihren Geschenken und entdecken immer wieder neue, tolle Einzelheiten daran. Wir haben die Kerzen am Baum angezündet, sitzen gemütlich mit einer Tasse Tee vorm Ofen und wissen: Wir müssen heute nicht mehr raus. Nicht zur Arbeit und auch nicht zu irgendwelchen Freunden oder Verwandten. Und wenn wir Hunger kriegen, stellen wir einfach die Reste vom gestrigen Raclette-Essen auf den Tisch und schmeißen das Gerät noch mal an.</p>
<p>Einfach so in den Tag hinein leben, die Ruhe genießen, entspannen… Genau das Richtige für einen ersten Weihnachtstag – vor allem dann, wenn er ein Sonntag ist.</p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 09:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fiebern und Staunen Vierter Advent. Heimeliges Kerzenlicht überall, Plätzchenduft und Adventsgesänge? Nicht ganz. In einer Behausung im Raum Hamburg herrscht Stille und mattes Dämmerlicht. Gerochen werden kann sowieso nichts mehr, die Nase ist zu. Der Mann, die Kinder, alle fortgeschickt, auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der böse Grippevirus will in Ruhe auskuriert werden. Dicker Hals, schwerer Kopf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.machmalsonntag.de/487/photocase6728488653033391" rel="attachment wp-att-488"><img src="http://www.machmalsonntag.de/wp-content/uploads/photocase6728488653033391-217x163.jpg" alt="" title="photocase6728488653033391" width="217" height="163" class="alignright size-thumbnail wp-image-488" /></a>Fiebern und Staunen </p>
<p>Vierter Advent. Heimeliges Kerzenlicht überall, Plätzchenduft und Adventsgesänge? Nicht ganz. In einer Behausung im Raum Hamburg herrscht Stille und mattes Dämmerlicht. Gerochen werden kann sowieso nichts mehr, die Nase ist zu. Der Mann, die Kinder, alle fortgeschickt, auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der böse Grippevirus will in Ruhe auskuriert werden. Dicker Hals, schwerer Kopf, einfach nur schlafen, dann wird’s schon wieder. Plötzlich klingelt es an der Tür. Wer kann das sein? Bitte kein Besuch. Ein vorsichtiger Blick um die Ecke weckt ungläubiges Staunen. Der Paketbote? Am Sonntag? „Ja, die Menschen verschicken zu Weihnachten so viele Pakete wie sonst nie. Da müssen wir Boten auch sonntags ran.“ Es regnet. Es ist kalt. Von purem Vergnügen scheint dieser vierte Advent also nicht nur für mich weit entfernt zu sein. Aber bis Weihnachten kann ja zum Glück noch viel geschehen&#8230;  </p>
<p><em>Iris Macke</em> </p>
<p>Foto: photocase.com/Krissi3012</p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 10:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die heilige Drei „Nur drei?“, fragte meine kleine Tochter ein wenig enttäuscht, als ich gestern die Adventskerzen entzündete. „Ja“, hielt ich dagegen, „aber heute brennen immerhin so viele Kerzen wie du Jahre alt bist“. „Ist drei so?“ fragte sie zurück und hielt mir eine winzige Schwurhand vor die Nase. Ja, entgegnete ich, die vierte Kerze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.machmalsonntag.de/immer-wieder-sonntags-25/photocase1116298552978741" rel="attachment wp-att-486"><img src="http://www.machmalsonntag.de/wp-content/uploads/photocase1116298552978741-217x163.jpg" alt="" title="photocase1116298552978741" width="217" height="163" class="alignright size-thumbnail wp-image-486" /></a>Die heilige Drei</p>
<p>„Nur drei?“, fragte meine kleine Tochter ein wenig enttäuscht, als ich gestern die Adventskerzen entzündete. „Ja“, hielt ich dagegen, „aber heute brennen immerhin so viele Kerzen wie du Jahre alt bist“. „Ist drei so?“ fragte sie zurück und hielt mir eine winzige Schwurhand vor die Nase. Ja, entgegnete ich, die vierte Kerze käme erst am nächsten Sonntag dazu. „Vater, Mutter; Bruder, Schwester – so viele wie wir sind“, zählte sie die Familienmitglieder anhand der roten Lichter durch. </p>
<p>Ob sie wohl von ihren allerersten Adventssonntagen – noch nicht mal ein Jahr alt – etwas wahrgenommen hat? Bestimmt! Die großen Augen – als plötzlich alles leuchtete. In ihrem zweiten Lebensjahr kamen zum ersten Mal Leckereien dazu. Nun, in ihrem dritten, hatte die kleine Maria Helene das zweite Adventswochenende bei ihren Großeltern verbracht und kam mit genauen Vorstellungen von adventlichen „Schummerstündchen&#8221; zurück: „Wir wollen Kerzen anzünden“, forderte sie – wie es ja auch bei uns Tradition ist. „Ich will eine rote Tischdecke haben“ – was bei uns bislang nicht der Brauch war. Und dann wurden die Kerzen durchgezählt – ob es mit drei brennenden auch seine Richtigkeit hat.  </p>
<p>Kann schon zählen, wer bis drei zählen kann? Die Menschheit habe in ihrer Frühentwicklung lange gebraucht, um in ihrem Zählvermögen über „zwei“ hinauszukommen, meinen Biosoziologen. Dabei liegt die Drei so nah! Zwei sind nur ein Paar, aber drei Menschen formen die kleinste Gruppe, die Familie. Nicht von ungefähr gilt die Drei als heilige Zahl. Mit ihr beginnt zugleich die Serie, die Reihung. Ja, wer bis drei zählen kann, der kann wohl zählen – auch über die Drei hinaus, weil er statt der einen Wiederholung plötzlich die vielen erkennt, aus denen sich Reihenfolgen und Traditionen formen.</p>
<p>So wurde der dritte Advent von Maria Helenchen wohl zum ersten Mal erlebt: zum ersten Mal bewusst – als Abfolge von Tagen, zum ersten Mal als Tradition, die immer weiter geht und trotzdem immer wieder neu im Jahreslauf einsetzt. Und zählen gelernt hat sie dabei auch. </p>
<p><em>Kai-Uwe Scholz</em></p>
<p>Foto: FrediL/photocase.com</p>
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		<title>Immer wieder Sonntag(s)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 11:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles NEU Eisige Windböen zerrten an unseren Kapuzen. Den Deich hatten wir bei diesem Sonntagsspaziergang am zweiten Advent fast für uns allein. Dann fing es auch noch an zu regnen. Schnell liefen wir zurück zum Hafen. Hier ließ der Wind spürbar nach. Sacht schaukelten einsame Kutter auf den Wellen. Die Cafès rings um das Hafenbecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles NEU</p>
<p>Eisige Windböen zerrten an unseren Kapuzen. Den Deich hatten wir bei diesem Sonntagsspaziergang am zweiten Advent fast für uns allein. Dann fing es auch noch an zu regnen. Schnell liefen wir zurück zum Hafen. Hier ließ der  Wind spürbar nach. Sacht schaukelten einsame Kutter auf den Wellen. Die Cafès rings um das Hafenbecken waren leer, die meisten ohnehin abgeschlossen. Der ganze Ort lag schon im Winterschlaf. „Der Anker haft auf Erden, da ist das Schiff am Land“, irgendwie passte der adventliche Liedvers auf diese Szene. Alles im Hafen schien zu warten auf eine andere Zeit. Schauten nicht selbst die  Möwen sehnsüchtig in den grauen Himmel&#8230;? Und weil der kleine Küstenort Neuharlingersiel heißt, trägt jeder Kutter in großen Buchstaben die Kennung „NEU“ am Bug. So rief es von allen Seiten des Hafens „NEU, NEU“ &#8211; als sehnten selbst die Kutter eine neue Zeit herbei.</p>
<p><em>Thomas Kärst</em></p>
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		<title>Immer wieder sonntags&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 10:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andere Zeiten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie waren gekommen aus Leipzig, aus Varel, aus Hannover und natürlich aus Hamburg: Am Vorabend des Advent feierten wir vom Verein Andere Zeiten einen Gottesdienst mit etwa 250 Besuchern. Das Thema waren „offene Türen“ – angelehnt an den Vers aus der Offenbarung des Johannes: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie waren gekommen aus Leipzig, aus Varel, aus Hannover und natürlich aus Hamburg: Am Vorabend des Advent feierten wir vom  Verein Andere Zeiten einen Gottesdienst mit etwa 250 Besuchern. Das Thema waren „offene Türen“ – angelehnt an den Vers aus der Offenbarung des Johannes: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen (3,8). Eine besondere Aktion bestand darin, dass unsere Gottesdienstbesucher ihre momentane Situation formulierten und auf vorbereitete kleine Türen schrieben: Wie gehe ich in den Anderen Advent? In welcher Situation befinde ich mich? Was sind meine Erwartungen an die Adventszeit? Wer wollte, konnte dann seine Tür am Altar öffnen lassen und fand den Vers aus der Johannes-Offenbarung darin gedruckt. „Gott selbst sendet seinen Sohn, der die Türen öffnet, damit wir nicht davor stehenbleiben müssen“, sagte unser Chefredakteur und Pastor Thomas Kärst in seiner Textauslegung. Adventslieder und Musik von Flügel und Vibraphon rundeten den Gottesdienst ab, in dessen Anschluss noch viele Besucher zu Glühwein, Wecken und Gesprächen blieben.</p>
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