Journalisten entdecken Charme des Sonntags

Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Februar 2010

Pressemitteilung 18. Februar 2010
Ausgezeichnet: Verein Andere Zeiten verleiht Journalistenpreis

Hamburg. Der ökumenische Verein Andere Zeiten verleiht in diesem Jahr zwei Auszeichnungen zum Thema „Sonntag“. Den ersten Preis erhält die Kölnerin Christiane Neufang für ihr Feature auf WDR3: „Träume, Toast und Tatort – Oder was den Sonntag zum Sonntag macht.“ Der zweite Preis geht nach Berlin, an Mandy Schielke und Martin Böttcher. „Ein Sonntag ist ein Sonntag ist ein Sonntag…“ lautet der Titel ihres Features auf Deutschlandradio Kultur. Die Preisträger erhalten insgesamt 5.000 € vom gemeinnützigen Hamburger Verein.

„Die vielschichtige Berichterstattung hat gezeigt, dass der Sonntag ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten bietet. Alle Beiträge laden dazu ein, diesen Ausnahmetag neu zu entdecken und ihn zu feiern“, so Chefredakteur Pastor Henning Kiene. Etwa 30 Beiträge aus unterschiedlichen Print- und Hörfunkredaktionen wurden zum Thema eingereicht. Der Preis war im Rahmen der Andere-Zeiten-Aktion „mach mal sonntag“ ausgeschrieben worden.

Wie schmeckt, riecht, klingt der Sonntag? Diese Fragen stellt Christiane Neufang in ihrem Radio-Feature. „Ihren Beitrag zeichnen sorgfältige Beobachtung, einfühlsame Beschreibung und ruhige journalistische Analyse aus. Er ist vielseitig, unterhaltsam und hintergründig“, sagt Eduard Kopp, Jurymitglied und Leitender Redakteur von „Chrismon“. Ebenso facettenreich betrachten Mandy Schielke und Martin Böttcher in ihrem Radio-Feature den Sonntag als Ausnahmetag, der für sie aber kein reiner Freudentag sei. Jurymitglied Dr. Siegfried von Kortzfleisch, Theologe und Journalist: „Die Autoren zeigen unterhaltsam die vielfältige Alltäglichkeit des Sonntags. Sie predigen keine Norm, moralisieren nicht. Sie stellen dar, was ist.“

Die Preise werden am 6. Mai 2010 in Hamburg überreicht. Der christliche Verein Andere Zeiten schreibt den Preis jährlich aus. Er zeichnet Journalisten aus, die sich in besonderer Weise mit Themen des Kirchenjahres befassen. Das Thema des nächsten Preises wird im Frühjahr 2010 bekannt gegeben.

Erzbischof Marx kritisiert sonntägliches Spitzentreffen in Berlin

Veröffentlicht am Mittwoch, 3. Februar 2010

17.01.10 – Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat das Spitzentreffen der Koalition in Berlin am Sonntag kritisiert. «Die Politiker sollten ein Zeichen setzen, dass sie nicht sonntags Arbeitssitzungen machen», sagte Marx am Sonntag im Bayerischen Fernsehen. «Das finde ich nicht gut.» Er fügte hinzu: «Sonntag ist Sonntag.» Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel, der CSU-Vorsitzende Seehofer und FDP-Chef Westerwelle wollten am Nachmittag im Berliner Kanzleramt über eine Verbesserung der Regierungsarbeit beraten.

München (ddp)

Ein Sonntagslied – frisch aus der Dichterfeder

Veröffentlicht am Mittwoch, 9. September 2009

dersonntag

klick! – Lied als pdf downloaden

Mehr Lieder von Matthias Morgenroth unter www.mmorgenroth.de

Das Wort zum Sonntag vom 25. Juli 2009

Veröffentlicht am Montag, 17. August 2009

Rund um die Uhr?

Morgen ist “Jungs-Tag”. Zuerst Fußball, dann Grillen in den Ruhrwiesen. Fünfzehn Jahre machen sie das schon so. Mit rauen Sprüchen, blauen Flecken und dem Gefühl, richtig gute Freunde zu sein. Morgen leider ohne Jörg im Tor. Jörg ist Polizist und muss zum Sondereinsatz.

Ein paar Straßen weiter wohnt Gisela. Morgen feiert sie ihren 60. Geburtstag. Drei Tage lang hat sie dafür den Garten hergerichtet und Kuchen gebacken. Ab elf Uhr wird ihre große Familie eintreffen. Leider ohne Ute. Ute ist Ärztin und hat morgen Dienst im Krankenhaus.

Auf dem Weg dorthin wird Ute Sven begegnen. Sven arbeitet in einer Tankstelle. Weil das Geld von seinem anderen Job nicht reicht. Eigentlich würde Sven morgen lieber ans Wasser. Zusammen mit Babs, seiner neuen Freundin. Aber die Arbeit geht vor.

Mit den Kumpels Fußball spielen, der Familie Geburtstag feiern oder mit der Freundin am Baggersee faulenzen – drei von vielen schönen Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen.

Für viele Menschen gehört auch Shoppen dazu. Am liebsten rund um die Uhr. Sogar sonntags.

Seit vorgestern geht das, jedenfalls in Frankreich. Da hat die französische Regierung mit knapper Mehrheit ein Gesetz durchgebracht, das sonntags weitere Ladenöffnungszeiten erlaubt. Weil verordnete Ruhetage angeblich nicht in eine moderne Gesellschaft passen.

Auch in Deutschland gibt es solche Bestrebungen. Und dieselbe Gegenwehr wie in Frankreich. Zum Beispiel von den Kirchen. Die klagen zur Zeit vor dem Bundesverfassungsgericht, um die weitere Öffnung von Geschäften am Sonntag zu verhindern.

Viele stören sich an dieser Klage und betonen z. B. in Leserbriefen, dass die Kirchen das persönliche Freizeitprogramm nichts angeht. Stimmt. Aber nur zur Hälfte. Wie der Sonntag verbracht wird, soll niemanden vorgeschrieben werden. Auch nicht von den Kirchen. Der Gesetzgeber hat nur ganz allgemein festgelegt: Der arbeitsfreie Sonntag soll der “seelischen Erhebung” gelten. Wie das am besten geht, muss jede Bürgerin und jeder Bürger für sich selbst beantworten.

Allerdings brauchen sie auch die Möglichkeit dazu. Wer sonntags an der Kasse stehen muss, kann das nicht. Darum greift es zu kurz, wenn uns Christen in dieser Debatte unterstellt wird, wir wollten Kirchenbänke auffüllen. Klar, das Recht zum Gottesdienstbesuch ist uns wichtig. Für jede einzelne Verkäuferin und jeden Lagerarbeiter.

Doch der Sonntag ist weit mehr. Auch für Menschen, die nicht religiös sind. In der Tat: Es geht an diesem Tag um Freiheit. Aber nicht nur meine eigene. Es geht um Freiheit von Leistungsdruck. Von der Stechuhr und vom Profitdenken. Für eine verlässliche Auszeit mit anderen zusammen, die auch frei haben. Einmal in der Woche.

Schon vor mehreren tausend Jahren, als das Gottesvolk für sich den Feiertag einführte, war das ein wichtiger Grund: Halte den Feiertag heilig, sagt die Bibel. Da verrichte keine Arbeit. Auch dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, sollen keine Arbeit tun. Auch nicht die Fremden, die in deiner Stadt leben, damit sie alle Ruhe haben können, so wie du.

Ein deutliches Gebot: Einmal in der Woche zur Ruhe kommen. Alle gemeinsam. Sicher, das ist nur schwer einzuhalten. Denn wer in Not gerät, muss z. B. bei Klaus und Ute professionelle Hilfe finden. Aber ohne Not gibt es keinen Grund, am Sonntag die Geschäfte zu öffnen und den Verkäuferinnen die Möglichkeit zu nehmen, zusammen mit der Familie oder Freunden ihre Auszeit zu genießen.

Der freie Sonntag ist eine wertvolle Tradition der Bibel. Wer sie für eigene Vorlieben aufgibt, findet sich vielleicht selbst bald sonntags an seinem Arbeitsplatz wieder.

Von Elke Rudloff
Quelle: http://www.daserste.de/wort

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Sonntagsschutz

Veröffentlicht am Dienstag, 23. Juni 2009

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber hat sich heute vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nachdrücklich gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten am Sonntag ausgesprochen, wie sie in Berlin seit November 2006 praktiziert werden.

Anlässlich der Verhandlung aufgrund der Verfassungsbeschwerde der evangelischen und katholischen Kirche von Berlin gegen das geltende Ladenöffnungsgesetz in der Bundeshauptstadt am heutigen Dienstag warb Huber für den Erhalt des Sonntags als „Tag der kollektiven Arbeitsunterbrechung“, der Raum gebe „für die Frage, was im Leben wirklich trägt“. Der Ratsvorsitzende und Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz forderte mit Nachdruckt, dass der ganze Sonntag aus dem Alltag herausgehoben bleiben müsse und „im Gegenüber zur werktäglichen Beschäftigung ein eigenes Gepräge“ behalten solle. Der Sonntag mache deutlich, so Huber weiter, „dass der Mensch nicht nur durch Arbeit und Leistung definiert ist.“

Hintergrund der Verfassungsbeschwerde, die die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das katholische Erzbistum Berlin eingereicht haben, ist das neue Ladenöffnungsgesetz in Berlin. Seit dem 17. November 2006 dürfen in der Bundeshauptstadt die Geschäfte an zehn Sonn- oder Feiertagen öffnen, darunter auch an allen vier Adventssonntagen.

Diese Regelung lehnen die Kirchen als verfassungswidrig ab und verweisen dabei u.a. auf den besonderen Schutz von Sonn- und Feiertagen durch Artikel 140 des Grundgesetzes. Dort wurde der entsprechende Artikel 139 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 unverändert übernommen, der da lautet: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung gesetzlich geschützt.“

(23. Juni 2009, Pressestelle der EKD)

Wir haben unsere Aktion gestartet:

Veröffentlicht am Freitag, 1. Mai 2009

Wir haben unsere Aktion gestartet:

“Mach Dich mal frei”

Veröffentlicht am Freitag, 1. Mai 2009

Andere Zeiten startet Aktion „Mach mal Sonntag!“

Hamburg. Der Sonntag ist ein Füllhorn: Wir brunchen. Gucken Tatort. Hören Glocken. Nehmen uns Zeit für die Familie. Der Sonntag lässt viel Raum und fordert nichts. Das ist sein Geheimnis. Deshalb hat es dieser Ausnahmetag verdient, dass für ihn geworben wird. Das will ab heute das Team des ökumenischen Vereins Andere Zeiten mit seiner Aktion „Mach mal Sonntag!“ tun. Eine bundesweite Plakat- und Postkartenaktion, ein Journalistenpreis, ein eigener Internetauftritt und ein interaktives Sonntagsbuch wollen dazu anregen, den Sonntag neu zu entdecken und zu genießen.

„Sonntags. Erfindung der Freiheit“ heißt die 144-seitige Liebeserklärung zwischen leuchtend-orangen Buchdeckeln. Jeder Sonntag im Jahr hat sein eigenes Kapitel: Sonntagskinder oder Gottesdienst, Grundgesetz oder Faulsein. Gedichte von Rilke, Lieder von Manfred Krug und das Vater Unser in verschiedenen Sprachen erzählen von der Vielfalt des Sonntags. Dazwischen laden Illustrationen zum Schmunzeln, leuchtende Bilder zum Meditieren ein. „Jeder Sonntag kann eine Insel für die eigene Seele und für die Gesellschaft sein. Wer mag, erfindet ihn immer wieder neu – so bleibt der Sonntag lebendig“, sagt Pastor Hinrich C. G. Westphal, Leiter des Vereins Andere Zeiten. Und die Bischöfin für Hamburg und Lübeck, Maria Jepsen, sagt über das Buch: „Man spürt – hier wird über Kostbares verhandelt.“

„Mach dich mal frei“, „Grüß Gott“ und „sonntagsschön“ lesen Kneipenbesucher auf den Postkarten, die ab heute deutschlandweit in über 4500 Szenelokalen und Restaurants ausliegen. Auch sie sind Teil der Aktion „Mach mal Sonntag!“. Wer mitmachen und auch für den Sonntag werben will, kann beim Verein Andere Zeiten kostenfrei Postkarten und Plakate bestellen. Mehr zur Aktion unter www.machmalsonntag.de. Auf der Internetseite sind auch jeweils aktuelle Informationen zu finden: ein Sonntagsblog der Redaktion und die Ankündigung von Mitmachtreffen. Die Aktion soll bis mindestens Ende des Jahres laufen. Das Buch „Sonntags“ kostet zwölf Euro (plus Versand) und ist nur beim Verein Andere Zeiten zu bestellen.

Andere Zeiten ist ein gemeinnütziger Verein, der dazu einlädt, Zeiten des Kirchenjahres wieder bewusst zu erleben und ihren heilsamen Rhythmus zu entdecken. Die Hamburger Initiative steht den christlichen Kirchen nahe und wurde bekannt durch die Aktion „Der Andere Advent“.

Bei Fragen und Interviewwünschen:
Iris Macke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (040) 47 11 27 50,
E-Mail: macke(at)anderezeiten.de

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